Produktkonfigurator-Software auswählen

Produktkonfigurator-Software gibt es als Shop-Plugin, als gemietete Plattform, als Teil einer CPQ-Suite, als Modul im ERP oder als eigener Kern. Welche Art passt, entscheidet nicht die Funktionsliste, sondern Ihr schwierigster Artikel: seine Regeln, sein Preis und die Daten, die danach in die Fertigung müssen. Diese Seite gibt Kriterien und eine Prüfmethode, mit der Sie jeden Anbieter vergleichen können, auch Plan2Fab.

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Monitor mit Konfigurator-Oberfläche neben einem Klemmbrett mit Prüfliste.

Welche Arten von Software gibt es?

Der Markt ist unübersichtlich, weil sehr verschiedene Produkte denselben Namen tragen. Für die Auswahl hilft es, fünf Arten zu trennen. Jede hat einen Ort, an dem sie stark ist, und eine Grenze, an der sie aufhört. Die Tabelle nennt bewusst keine Anbieter, weil sich Funktionsumfang und Preise ändern.

Arten von Produktkonfigurator-Software
ArtStark beiGrenze
Shop-Plugin oder Appwenigen festen Optionen mit Aufpreisfreie Maße, Abhängigkeiten und Fertigungsdaten
Gemietete Konfigurator-Plattformschnellem Start mit Baukasten und VorschauRegeln und Daten liegen beim Anbieter
CPQ-Suite im VertriebAngeboten, Rabatten und Freigaben im CRMendet oft beim Angebot, nicht in der Werkstatt
Variantenmodul im ERPStücklisten und Arbeitsplänen im inneren Systemkeine Oberfläche, die Kunden selbst bedienen
Eigener Kern mit Konfiguratoreigenen Regeln, Preisen und Ausgaben im Besitzbraucht einen Workshop und ein Projekt

Nach welchen Kriterien wählen Sie aus?

Funktionslisten sehen bei fast allen Anbietern gleich aus. Unterschiede zeigen sich erst an konkreten Fragen. Diese sieben Kriterien trennen die Arten zuverlässig:

  1. RegelwerkKann die Software Abhängigkeiten zwischen Werten prüfen, nicht nur Optionen ein- und ausblenden?
  2. PreislogikRechnet sie aus Fläche, Material und Bearbeitung, oder addiert sie nur Aufpreise?
  3. AusgabeEntstehen Angebot, Datenblatt, Stückliste oder DXF aus derselben Eingabe?
  4. EinbettungLäuft sie in Ihrem Shop, auf Ihrer Website und im Vertrieb, ohne zweite Pflege?
  5. SchnittstellenSchreibt sie Aufträge mit allen Parametern in Ihr ERP oder nur eine Mail?
  6. EigentumGehören Regeln, Daten und Code Ihnen, oder enden sie mit dem Vertrag?
  7. PflegeKann Ihr Team Preise und Grenzen selbst ändern, ohne Entwickler?
Platte mit oranger Lehre, die zulässige Bohrpositionen markiert.

Wie prüfen Sie einen Anbieter am eigenen Produkt?

Die zuverlässigste Prüfung ist ein echter Artikel. Nehmen Sie nicht den einfachsten, sondern den, der heute die meisten Rückfragen erzeugt: freie Maße, ein Ausschnitt, eine Materialabhängigkeit, ein Sonderpreis. Schreiben Sie auf einer Seite auf, welche Werte frei sind, welche Kombinationen verboten sind und was am Ende in der Werkstatt ankommen muss. Diese Seite geben Sie jedem Anbieter gleich.

Fragen Sie dann nicht nach Funktionen, sondern nach dem Ergebnis: Wie sieht die Zeichnung zu dieser Konfiguration aus, wie wird der Preis berechnet, welche Datei erhält die Maschine? Eine Demo mit einem fremden Musterprodukt beweist wenig. Ein Anbieter, der Ihren Artikel nicht in einem Gespräch durchdenken kann, wird ihn auch im Projekt nicht sauber abbilden. Plan2Fab beginnt jedes Projekt mit genau diesem Schritt im Workshop.

Wer nutzt den Konfigurator: Kunde, Vertrieb oder beide?

Software für den Endkunden muss ohne Schulung funktionieren. Sie zeigt wenige Fragen auf einmal, erklärt Fachbegriffe und sperrt, was nicht geht, statt Fehlermeldungen zu werfen. Sie muss auf dem Handy laufen und schnell laden. Der Kunde sieht nur Preise, die er bezahlen soll, keine Einkaufspreise oder Margen.

Software für den Vertrieb darf dichter sein. Sie zeigt mehr Optionen, erlaubt Rabatte und Freigaben und kennt Sonderfälle, die ein Kunde nicht selbst wählen darf. Gut ist, wenn beide Oberflächen dasselbe Regelwerk nutzen. Dann rechnet der Außendienst mit denselben Grenzen wie der Shop, und ein Angebot aus dem Gespräch lässt sich später online nachbestellen.

Miete oder Eigentum: was ist langfristig günstiger?

Gemietete Plattformen starten schnell und rechnen meist monatlich oder nach Nutzung ab. Das ist ehrlich, solange das Produkt einfach bleibt und Sie die Regeln nicht als Firmenwissen betrachten. Der Preis dafür ist Abhängigkeit: Regeln, Preise und Modelle liegen in einem Format, das nur diese Plattform liest. Ein Wechsel heißt Neubau, und die Gebühr läuft, solange der Konfigurator verkauft.

Ein eigener Kern kostet am Anfang ein Projekt und danach Pflege, aber keine Miete für den Konfigurator selbst. Regeln, Daten und Code gehören dem Betrieb. Plan2Fab baut auf Medusa.js, einer Open-Source-Basis, und übergibt Code und Pipeline. Welche Variante günstiger ist, hängt an Laufzeit, Änderungsrate und Umfang. Die Seite Was kostet ein Produktkonfigurator ordnet die Kostentreiber ohne erfundene Preise.

Geöffneter Serverschrank mit Schlüssel und Werkzeugkasten.

Woran erkennen Sie, dass Software allein nicht reicht?

Software löst das Problem nicht, wenn die Regeln noch niemand aufgeschrieben hat. In vielen Betrieben steckt das Wissen in Köpfen und alten Kalkulationstabellen. Dann ist der erste Schritt die Klärung, nicht die Lizenz. Ein Workshop, der Parameter, Grenzen und Preisformel benennt, ist mehr wert als ein Testzugang. Ohne diese Grundlage konfiguriert die beste Software nur Vermutungen.

Ein zweites Warnsignal ist der Medienbruch nach dem Angebot. Wenn die Arbeitsvorbereitung den Auftrag weiter neu eintippt, hat der Konfigurator nur den Vertrieb beschleunigt. Prüfen Sie deshalb früh, welches System den Auftrag hält und welche Felder es braucht. Die Seite zum Variantenmanagement beschreibt, wie Konfiguration, Stückliste und ERP zusammenhängen.

Stückliste auf einem Klemmbrett und sortierte Kleinteile in einer Schale.

Wo steht Plan2Fab in diesem Feld?

Plan2Fab ist kein Baukasten zum Mieten, sondern die Produktlinie von Hirnworx für Konfiguratoren im eigenen Besitz. Der Kern läuft auf Medusa.js. Configure liefert Regeln, Preis, 2D- oder 3D-Vorschau, Angebot und Datenblatt. Plan ergänzt Arbeitsvorbereitung, Stückliste und Exporte, Connect die Übergabe an ERP und Versand. Der Konfigurator kann in Shopware oder Shopify eingebettet werden oder in einem eigenen Shop stehen.

Das passt zu Betrieben mit Maßanfertigung, deren Regeln ein Wettbewerbsvorteil sind und die den Weg bis zur Werkstatt schließen wollen. Es passt nicht, wenn drei Farben und zwei Größen reichen. Dann ist ein Plugin günstiger und ehrlicher. Den Vergleich der Wege mit Plugin, Plattform, CPQ und ERP-Modul zeigt die Seite Welcher Konfigurator passt.

Drei Module Configure, Plan und Connect über einem gemeinsamen Kern.

Welche Fragen sollten Sie jedem Anbieter stellen?

Wem gehören Regeln, Preise und Modelle nach Vertragsende, und in welchem Format bekommen Sie sie? Wer ändert eine Preisformel, und wie lange dauert das? Welche Datei erhält die Werkstatt, und wurde sie schon an einer Maschine wie Ihrer geprüft? Was passiert, wenn der Shop wechselt?

Fragen Sie außerdem nach einem laufenden Projekt mit einem ähnlichen Produkt, das Sie selbst öffnen können. Referenzen, die nur als Logo existieren, helfen bei der Auswahl nicht. Plan2Fab verweist auf vier öffentliche Projekte auf der Referenzseite, jeweils mit Link zum Live-Stand.

Welche Fragen bleiben vor dem Gespräch?

Was ist die beste Produktkonfigurator-Software?

Die gibt es nicht allgemein. Für wenige feste Optionen ist ein Shop-Plugin die beste Wahl, für Angebote im CRM eine CPQ-Suite, für Stücklisten im inneren System das ERP-Modul. Für freie Maße mit Regeln und Fertigungsdaten im eigenen Besitz passt ein eigener Kern. Entscheidend ist Ihr schwierigster Artikel, nicht ein Ranking.

Gibt es kostenlose Produktkonfigurator-Software?

Es gibt Open-Source-Bausteine und kostenlose Plugins mit wenigen Optionen. Kostenlos ist dabei die Lizenz, nicht die Arbeit: Regeln, Preise, Modelle und Schnittstellen muss trotzdem jemand aufbauen und pflegen. Plan2Fab nutzt Medusa.js als Open-Source-Basis. Sie zahlen für das Projekt und die Pflege, nicht für eine Lizenz am Kern.

Wie lange dauert die Einführung einer Konfigurator-Software?

Das hängt an der Zahl der Parameter, an der Klarheit der Regeln und an den Schnittstellen. Eine Plattform mit Baukasten startet schneller, ein eigener Kern braucht ein Projekt. Eine seriöse Dauer lässt sich erst nennen, wenn ein echter Artikel durchgesprochen ist. Plan2Fab nennt sie im Angebot nach dem Workshop, nicht auf dieser Seite.

Kann ich die Software später wechseln?

Das hängt am Eigentum. Liegen Regeln und Modelle in einem proprietären Format, bedeutet ein Wechsel meist Neubau. Liegen sie als Code und Daten bei Ihnen, lassen sie sich weiterverwenden oder an ein anderes Team übergeben. Fragen Sie jeden Anbieter vor Vertragsabschluss, in welchem Format Sie Ihre Regeln zurückbekommen.

Braucht ein Konfigurator ein ERP?

Nein, nicht für den Start. Viele Projekte beginnen mit Regeln, Preis und Angebot im Shop oder auf der Website. Die Übergabe an das ERP kommt später, wenn der Datensatz im Alltag trägt. Wichtig ist nur, früh zu wissen, welche Felder das ERP einmal braucht, damit die Konfiguration sie schon enthält.

Schildern Sie das Produkt, die Varianten und das System, in dem der Konfigurator stehen soll. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.

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