2D-Konfigurator mit Zeichnung

Ein 2D-Konfigurator zeigt das Produkt als bemaßte Zeichnung, während der Kunde Maße, Ausschnitte und Material festlegt. Aus derselben Eingabe entstehen Preis, ein PDF-Datenblatt und, wenn die Fertigung es braucht, eine DXF-Datei. Für flache Teile wie Platten, Bleche und Gitterroste ist das oft die ehrlichere Darstellung als eine 3D-Szene. Plan2Fab von Hirnworx baut beides aus einem Regelwerk.

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Technische Zeichnung mit drei Ansichten neben einem Gitterrost mit Ausschnitt.

Was ist ein 2D-Konfigurator?

Ein 2D-Konfigurator ist ein Produktkonfigurator, dessen Vorschau eine technische Zeichnung ist. Statt einer Szene sieht der Kunde eine Draufsicht mit Maßketten, dazu bei Bedarf Seiten- und Vorderansicht. Jede Änderung an Länge, Breite oder Ausschnitt erscheint sofort in der Zeichnung. Weil die Zeichnung aus den geprüften Werten entsteht, zeigt sie nur, was die Regeln zulassen. Ein Ausschnitt zu nah an der Kante wird gesperrt, bevor er bestellt werden kann.

Gesucht wird das unter vielen Namen: Konfigurator mit Zeichnung, Konfigurator mit Maßzeichnung, technischer Konfigurator oder Zeichnungsgenerator. Gemeint ist fast immer dasselbe Ziel. Vertrieb, Kunde und Werkstatt sollen dasselbe Blatt lesen, statt Maße aus einer Mail abzuschreiben. Wie die Regeln dahinter funktionieren, beschreibt die Seite zum parametrischen Konfigurator.

Bemaßte Zeichnung einer Platte mit Ausschnitt, Ansichten ohne Beschriftung.

Für welche Produkte passt ein 2D-Konfigurator?

Am besten passt er zu Teilen, die im Kern flach sind oder sich in wenigen Ansichten vollständig beschreiben lassen. Typisch sind Zuschnitte aus Platten, Acryl, Verbund oder Holz, Bleche mit Bohrbild, Gitterroste mit Ausschnitten, Schilder, Abdeckungen und Blenden. Auch Rahmen und Geländer lassen sich in Ansichten zeigen, wenn die Bauart feststeht. Gemeinsam ist allen: die Maße sind frei, die Konstruktion folgt festen Regeln. Für Platten beschreibt der Konfigurator für Plattenzuschnitt die typischen Parameter.

Weniger gut passt er zu Produkten, deren Wirkung im Raum entsteht, etwa beleuchtete Elemente oder Baugruppen mit vielen sichtbaren Seiten. Dort hilft eine 3D-Ansicht bei der Entscheidung, während die Zeichnung im Hintergrund für die Werkstatt entsteht. Und er passt nicht, wenn jedes Teil neu konstruiert wird. Dann ist ein strukturiertes Anfrageformular mit Upload der ehrlichere Weg. Für den Zuschnitt steht die Branchensicht auf Konfigurator für Plattenzuschnitt.

Was gehört auf die Zeichnung?

Eine Zeichnung aus dem Konfigurator ist kein Werkstattplan aus der Konstruktion. Sie muss aber so vollständig sein, dass niemand nachfragen muss. Diese Bestandteile haben sich bewährt:

  1. Draufsicht mit MaßkettenAußenmaße und die Lage jedes Ausschnitts zu den Kanten, in der Einheit, in der gefertigt wird.
  2. Weitere AnsichtenSeite und Vorderansicht, wenn Stärke, Kantung oder Aufbau für die Fertigung zählen.
  3. Ausschnitte und BohrungenForm, Größe und Position, auch bei mehreren Schnitten im selben Teil.
  4. Material und KennwerteWerkstoff, Oberfläche, Gewicht und, wo nötig, Traglast oder andere technische Angaben.
  5. Preis und StandDer Preis zur Zeichnung und eine Kennung der Konfiguration, damit Angebot und Auftrag dasselbe meinen.

Wann reicht ein PDF, wann braucht es DXF?

Das PDF-Datenblatt ist für Menschen: Kunde, Vertrieb und Arbeitsvorbereitung lesen es. DXF ist für Maschinen und CAM-Programme. Viele Betriebe brauchen am Anfang nur das PDF und ergänzen den Export später mit dem Modul Plan. Die Tabelle zeigt, welche Ausgabe wofür taugt.

Ausgaben eines 2D-Konfigurators
AusgabeFür wenWofür sie taugt
PDF-DatenblattKunde, Vertrieb, ArbeitsvorbereitungFreigabe, Angebot, Auftragsbestätigung und Ablage
DXF-ExportCAM für Laser, Fräse, StanzeKonturen und Bohrbilder ohne Abzeichnen übernehmen
CSV oder StücklisteLager, Einkauf, ZuschnittMaterial, Mengen und Zuschnittmaße weitergeben
Datensatz an das ERPWarenwirtschaft und PlanungAuftrag mit allen Parametern anlegen, ohne Tippen
SVG im BrowserKunde während der EingabeLive-Vorschau, nicht als Fertigungsdatei gedacht

Wie entsteht eine DXF-Datei, die die Maschine annimmt?

Eine DXF aus dem Konfigurator muss mehr können als gut aussehen. Konturen müssen geschlossen sein, damit das CAM-Programm Innen und Außen erkennt. Die Einheit muss stimmen, meist Millimeter. Außenkontur, Ausschnitte, Bohrungen und Beschriftung liegen auf getrennten Ebenen, die Ihr Programm erwartet. Kreise bleiben Kreise und werden nicht in hunderte Segmente zerlegt. Diese Konventionen kommen aus Ihrer Werkstatt, nicht aus einem Standard, der für alle gilt.

Was die Datei nicht enthält, ist ebenso wichtig. Werkzeugkorrektur, Anfahrwege, Schachtelung auf der Tafel und Schnittreihenfolge bleiben im CAM, wo sie heute schon liegen. Der Konfigurator liefert die saubere Geometrie, die Werkstatt entscheidet über die Bearbeitung. Im Workshop prüfen wir eine Beispieldatei an Ihrer Maschine, bevor der Export als fertig gilt. Ohne diese Prüfung ist eine DXF nur eine Behauptung.

Monitor mit geschlossener Kontur und das danach geschnittene Blech.

Wie zeichnet der Kunde Ausschnitte?

Ausschnitte sind der Punkt, an dem Formulare scheitern. Ein Feld für X, eines für Y und eines für den Durchmesser verstehen nur Fachleute. Besser ist das Zeichnen in der Draufsicht: der Kunde setzt ein Rechteck, einen Kreis, eine Linie oder ein Polygon, zieht an Griffen und sieht die Maßketten zu den Kanten. Wer genaue Werte kennt, tippt sie trotzdem ein. Beide Wege schreiben in dieselben Parameter.

Die Regeln prüfen jeden Schnitt: Mindestabstand zur Kante, Abstand zwischen zwei Ausschnitten, Lage zu Tragstäben oder Verstärkungen. Unzulässige Positionen werden gar nicht erst angenommen. So bleibt die Zeichnung immer baubar, auch wenn der Kunde experimentiert. Der FeNau-Konfigurator arbeitet genau so, mit Rechteck, Kreis, Linie und Polygon in derselben Ansicht.

Verzinkter Gitterrost mit Ausschnitt auf zwei Böcken.

Was zeigt der FeNau-Konfigurator?

FeNau verkauft Gitterroste nach Maß über einen Konfigurator in neun Schritten, umgesetzt von Hirnworx. Links läuft eine Draufsicht mit Raster, Maßketten und Tragstab-Richtung mit, rechts wählt der Kunde die Optionen. Gewicht, Luftanteil und Traglast ändern sich mit jeder Eingabe. Am Ende steht ein PDF-Datenblatt mit Draufsicht, Seite und Vorderansicht, Maßen, Material und Nettopreis, oder der Rost liegt im Warenkorb.

Das Projekt belegt die 2D-Ausgabe für Angebot und Fertigung. Eine DXF ist dort nicht als Ergebnis genannt, und wir behaupten sie auch nicht. Die Details stehen auf der Seite zum FeNau-Konfigurator. Wer Gitterroste, Bleche oder Geländerteile fertigt, findet die Branchensicht auf Konfigurator für den Metallbau.

Was eine Zeichnung im Browser nicht ersetzt

Ein 2D-Konfigurator ersetzt keine Konstruktionsabteilung. Er deckt den Raum ab, den Ihre Regeln beschreiben, und schickt alles andere als Anfrage an einen Menschen. Statik, Normen und Sonderfälle bleiben in der Verantwortung des Betriebs. Was der Konfigurator prüft, legen Sie im Workshop fest und nicht diese Seite.

Wann eine räumliche Darstellung die bessere Wahl ist, steht auf der Seite zum 3D-Konfigurator. Oft ist die Antwort beides: 3D für die Entscheidung, 2D für die Werkstatt. Preise und Fristen nennen wir erst nach dem Workshop, als Festpreis für die vereinbarte Etappe.

Welche Fragen bleiben vor dem Gespräch?

Kann der Konfigurator meine bestehenden Zeichnungen übernehmen?

Er übernimmt die Regeln, die in Ihren Zeichnungen stecken, nicht die Dateien selbst. Im Workshop lesen wir typische Zeichnungen und leiten daraus Parameter, Grenzen und Ansichten ab. Ihr Zeichnungsrahmen, Ihre Ebenen und Ihre Bemaßungsart können dabei die Vorlage für das PDF und den DXF-Export sein. Bestehende Konstruktionsdaten bleiben in Ihrem CAD.

Ist das PDF aus dem Konfigurator eine Fertigungszeichnung?

Es kann eine sein, wenn Ihr Betrieb das so festlegt. Viele nutzen es zuerst als Datenblatt für Angebot und Freigabe und lassen die Arbeitsvorbereitung prüfen, bevor gefertigt wird. Entscheidend ist, dass das Blatt aus den geprüften Werten entsteht und eine eindeutige Kennung trägt. Ob und wann ein Mensch freigibt, bestimmen Sie.

Welche Maschinen können die DXF verarbeiten?

Grundsätzlich alles, was über ein CAM-Programm DXF einliest, also Laser, Plasma, Wasserstrahl, Fräse oder Stanze. Ob die Datei bei Ihnen ohne Nacharbeit läuft, hängt an Ebenen, Einheiten und Konventionen Ihres Programms. Darum testen wir im Projekt eine Beispieldatei an Ihrer Maschine, bevor der Export als abgenommen gilt.

Brauche ich für 2D einen eigenen Shop?

Nein. Der Konfigurator kann in Shopware oder Shopify eingebettet werden und übergibt die Position mit Zeichnung an den Warenkorb. Er kann auch ohne Shop auf Ihrer Website laufen und ein Angebot oder eine Anfrage auslösen. Ein eigener Shop auf Medusa.js ist eine dritte Möglichkeit, wenn Sie den Shop mitbauen wollen.

Was unterscheidet 2D von einem einfachen Maßformular?

Ein Maßformular nimmt Zahlen an und prüft im besten Fall Minimum und Maximum. Ein 2D-Konfigurator zeigt das Ergebnis als Zeichnung, prüft Abhängigkeiten zwischen den Werten und rechnet den Preis aus derselben Eingabe. Der Kunde sieht, was er bestellt, bevor er bestellt. Die Werkstatt bekommt ein Blatt statt einer Zahlenreihe.

Schildern Sie das Produkt, die Varianten und das System, in dem der Konfigurator stehen soll. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.

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