Produktkonfigurator für Maßanfertigung
Ein Produktkonfigurator ist eine Software, in der Kunden oder Vertrieb ein Produkt aus Maßen, Material und Optionen zusammenstellen, während ein Regelwerk nur baubare Kombinationen zulässt. Aus derselben Eingabe entstehen Preis, Angebot und bei Fertigungsbetrieben auch Stückliste und Zeichnung. Plan2Fab ist die Konfigurator-Produktlinie von Hirnworx aus Langenzenn und baut diese Strecke vom Onlineshop bis zur Maschine.

Was ist ein Produktkonfigurator?
Ein Produktkonfigurator besteht aus vier Teilen: einer Oberfläche für die Eingabe, einem Regelwerk, einer Preislogik und einer Ausgabe. Die Oberfläche fragt Maße und Optionen ab. Das Regelwerk prüft Grenzen und Abhängigkeiten, etwa eine Mindestdicke für eine bestimmte Kante. Die Preislogik rechnet aus denselben Werten. Die Ausgabe ist ein Angebot, eine Bestellposition oder ein Datensatz für die Fertigung. Ohne Regelwerk ist es ein Formular, kein Konfigurator.
Der Unterschied zur Variantenliste im Shop ist grundsätzlich. Eine Variantenliste kennt nur Artikel, die vorher jemand angelegt hat, etwa fünf Größen in drei Farben. Ein Produktkonfigurator beschreibt dagegen den zulässigen Raum, zum Beispiel jede Breite von 200 bis 3000 Millimetern, und erzeugt die konkrete Variante erst bei der Bestellung. Deshalb eignet er sich für Maßanfertigung, bei der es mehr Ausführungen gibt, als ein Artikelstamm aufnehmen kann.
Für dasselbe Prinzip sind mehrere Namen üblich: Online-Konfigurator, Web-Konfigurator, Variantenkonfigurator oder im Vertrieb CPQ. Die Begriffe unterscheiden sich darin, wo der Konfigurator läuft und wo er endet, nicht im Kern aus Regeln und Ausgabe. Das Glossar erklärt jeden Begriff einzeln.
Welche Arten von Produktkonfiguratoren gibt es?
Produktkonfiguratoren unterscheiden sich darin, was sie verändern: nur das Bild, eine Auswahl fester Artikel oder die Geometrie selbst. Für Fertigungsbetriebe ist das die entscheidende Frage, weil nur ein Konfigurator, der die Geometrie kennt, auch Fertigungsdaten erzeugen kann.
Die Arten schließen sich nicht aus. Ein parametrischer Konfigurator kann eine 3D-Ansicht zeigen, ein Angebot erzeugen und den Auftrag an ein ERP geben. Plan2Fab baut parametrische Konfiguratoren und wählt die Darstellung nach dem Produkt: 2D-Konfigurator für flache Teile, 3D-Konfigurator, wenn Tiefe oder Licht zählen.
| Art | Was sich ändert | Typische Ausgabe | Passt für |
|---|---|---|---|
| Optionen-Plugin im Shop | Feste Optionen und Aufpreise | Warenkorbposition | Wenige feste Varianten |
| Visueller Ebenen-Konfigurator | Bildebenen, Farben, Motive | Vorschaubild und Bestellung | Personalisierung ohne neue Geometrie |
| 3D-Konfigurator | Räumliche Ansicht nach Auswahl | Ansicht und Angebot | Produkte, deren Wirkung im Raum zählt |
| Parametrischer Konfigurator | Maße und Geometrie nach Regeln | Preis, Stückliste, Zeichnung, DXF | Maßanfertigung mit freien Maßen |
| CPQ-Suite | Konfiguration im Vertriebsprozess | Angebot im CRM | Vertrieb mit Freigabeketten |
| ERP-Variantenkonfigurator | Merkmale einer Stückliste | Beleg im ERP | Innendienst ohne Kundenzugang |
Welche Vorteile hat ein Produktkonfigurator?
Für den Vertrieb entfällt die Rückfrage. Der Kunde schickt keine unvollständige Mail, sondern eine geprüfte Konfiguration mit Preis. Das Angebot entsteht beim Absenden statt nach einer manuellen Kalkulation und enthält nur Ausführungen, die der Betrieb fertigen kann. Kunden sehen den Preis auch außerhalb der Geschäftszeiten. Händler arbeiten mit demselben Regelwerk wie der Innendienst, sodass keine veraltete Preisliste im Umlauf ist.
Für die Fertigung entfällt die doppelte Erfassung. Dieselben Maße, die der Kunde eingibt, stehen in Stückliste, Zeichnung und Auftrag. Unzulässige Kombinationen erreichen die Werkstatt nicht, weil das Regelwerk sie vorher sperrt. Der Artikelstamm bleibt schlank, weil Varianten erst bei der Bestellung entstehen. Wie groß diese Effekte sind, hängt von der Zahl Ihrer Anfragen und Varianten ab. Eine pauschale Prozentzahl nennt Plan2Fab dafür nicht.
Wie läuft eine Konfiguration ab?
Eine Konfiguration folgt bei jedem Produkt derselben Reihenfolge, von der Eingabe des Kunden bis zum gefertigten Teil. Plan2Fab ordnet die Schritte drei Modulen zu: Configure deckt die ersten fünf ab, Plan und Connect die Übergabe an Arbeitsvorbereitung, ERP und Maschine.
- EingabeKunde oder Vertrieb setzen Maße, Material und Optionen, im Shop, auf der Website oder im Innendienst.
- PrüfungDas Regelwerk sperrt unzulässige Werte und Kombinationen sofort. Die letzte gültige Konfiguration bleibt stehen.
- PreisDer Live-Preis entsteht aus denselben Werten, etwa aus Fläche, Material und Bearbeitung.
- VorschauEine bemaßte 2D-Zeichnung oder eine 3D-Ansicht zeigt das Ergebnis. Sie folgt den Werten und ersetzt sie nicht.
- AbschlussDie Konfiguration wird Warenkorbposition, Angebots-PDF oder Anfrage mit eindeutiger Konfigurationskennung.
- ÜbergabeStückliste, DXF oder CSV und der Auftrag gehen an Arbeitsvorbereitung, ERP und Maschine.

Welche Daten liefert ein Produktkonfigurator?
Am Ende einer Konfiguration steht ein Datensatz, kein Screenshot. Er enthält die geprüften Parameter, den Preis und eine Kennung, über die Shop, Vertrieb und Fertigung denselben Stand finden. Je nach Produkt kommen eine Stückliste, eine bemaßte Zeichnung als PDF und ein Export wie DXF für Laser, Fräse oder Säge hinzu. Angebot und Datenblatt sind die Dokumente, die Kunde und Vertrieb gemeinsam lesen.
Welche Felder der Datensatz enthält, hängt am Produkt. Beim FeNau-Gitterrost sind es Maße, Ausschnitte, Material, Masche, Traglast, Gewicht und Nettopreis. Bei einer Leuchtreklame sind es Bauart, Größe, Licht und eine Plandarstellung. Bei Druckprodukten sind es Format, Material, Stückzahl und die Druckdatei. Wie aus diesen Feldern eine Stückliste wird, beschreibt Variantenmanagement.

Welche Beispiele gibt es aus der Praxis?
FeNau verkauft Gitterroste nach Maß über einen Konfigurator mit neun Schritten. Länge und Breite werden millimetergenau eingegeben, die Grenzen hängen an Traglast und Material. Ausschnitte zeichnet der Kunde als Rechteck, Kreis, Linie oder Polygon direkt in die Draufsicht. Gewicht, Luftanteil und Traglast laufen mit. Am Ende stehen ein Festpreis, die Bestellung im Warenkorb oder ein PDF-Datenblatt mit drei Ansichten.
Bavarian Signs konfiguriert Leuchtkästen, Leuchtbuchstaben und dekupierte Schriften in 3D, mit Tag- und Nachtansicht, Live-Preis und einem Angebots-PDF, das als vorbereitete Anfrage in die Beratung geht. Printvertise verkauft über 400 konfigurierbare Werbetechnik-Artikel in einem Shop auf Medusa.js, mit Preis nach Maß und Material und Druckdaten-Upload. Alle drei Projekte hat Hirnworx umgesetzt. Die Einordnung steht unter Referenzen.

Für wen lohnt sich ein Produktkonfigurator?
Ein Produktkonfigurator lohnt sich, wenn drei Dinge zusammenkommen: Produkte mit freien Maßen oder vielen Abhängigkeiten, Angebote, die heute von Hand entstehen, und Maße, die mehrfach abgetippt werden. Typisch sind Metallbau, Werbetechnik, Plattenzuschnitt, Innenausbau und Maschinenbau mit klarem Baukasten. Der Preis ergibt sich dort aus Fläche, Material und Bearbeitung, nicht aus einer Liste.
Ein Plugin reicht, wenn die Auswahl aus wenigen festen Optionen besteht: eine Farbe, ein Zubehör, eine von fünf Größen. Ein Möbelplaner hilft Endkunden beim Einrichten, liefert aber keine Fertigungsdatei. Ein ERP-Variantenmodul genügt, wenn nur der Innendienst konfiguriert. Und solange niemand die Grenzen des Produkts benennen kann, ist ein Konfigurator der falsche erste Schritt. Der Vergleich ordnet die vier Wege mit klarer Empfehlung.
Wie startet ein Projekt mit Plan2Fab?
Ein Projekt beginnt mit einem Workshop, in dem Parameter, Grenzen, Preisformeln und die Quellen der Stammdaten festgelegt werden. Daraus entstehen ein Lastenheft und ein Festpreis für das vereinbarte Modul. Der übliche Einstieg ist Configure im bestehenden Shop. Plan und Connect folgen, wenn der erste Datensatz im Alltag trägt. Den Ablauf beschreibt Konfigurator erstellen, die Kostentreiber Was kostet ein Produktkonfigurator.
Vor dem Workshop sagt Plan2Fab keinen Betrag, keine Projektdauer und keine fertige ERP-Schnittstelle zu, weil all das vom Produkt und vom Zielsystem abhängt. Code und Daten eines umgesetzten Projekts gehören dem Auftraggeber, die Basis ist das offene Handelssystem Medusa.js. Wie Sie Anbieter prüfen, steht unter Konfigurator-Software auswählen, die Eigentumsfrage beim Open-Source-Produktkonfigurator.
Welche Fragen bleiben vor dem Gespräch?
Was ist ein Produktkonfigurator einfach erklärt?
Ein Produktkonfigurator ist ein Werkzeug, mit dem man ein Produkt aus Maßen, Material und Optionen zusammenstellt. Im Hintergrund prüfen Regeln, ob die Kombination baubar ist, und eine Formel rechnet den Preis. Am Ende steht ein Angebot, eine Bestellung oder ein Datensatz für die Fertigung. Unbaubare Ausführungen lassen sich gar nicht erst wählen.
Was kostet ein Produktkonfigurator?
Der Preis hängt von der Zahl der Parameter, der Komplexität der Regeln, der Darstellung und den Schnittstellen ab. Plugins kosten meist eine monatliche Gebühr, individuelle Konfiguratoren ein Projektbudget. Plan2Fab nennt den Betrag nach einem Workshop als Festpreis für das vereinbarte Modul. Eine Pauschale ohne Kenntnis des Produkts wäre geraten.
Was ist der Unterschied zwischen Produktkonfigurator und CPQ?
CPQ steht für Configure, Price, Quote und beschreibt den Vertriebsprozess vom Konfigurieren bis zum Angebot. Der Produktkonfigurator ist der Teil, der die Regeln des Produkts kennt. Viele CPQ-Systeme enden beim Angebot im CRM. Für Hersteller muss die Konfiguration danach weiter in Stückliste, Zeichnung und ERP fließen, und genau dort setzt Plan2Fab an.
Ersetzt ein Produktkonfigurator den Onlineshop?
Nein. Ein Produktkonfigurator kann in einen bestehenden Shop auf Shopware oder Shopify eingebettet werden, sodass Katalog, Kundenkonto und Checkout bleiben. Alternativ entsteht ein neuer Shop auf Medusa.js zusammen mit dem Konfigurator. Normteile bleiben normale Artikel, nur das Maßprodukt läuft über die Konfiguration. Beide Wege zeigen die Referenzen FeNau und Printvertise.
Wem gehören Code und Daten eines Konfigurators?
Bei Plan2Fab gehören Code und Daten eines umgesetzten Projekts dem Auftraggeber. Der Kern basiert auf Medusa.js, einem Open-Source-Handelssystem, sodass keine Bindung an eine Lizenzplattform entsteht. Drittsysteme wie Shopware, Shopify oder ein ERP behalten ihre eigenen Lizenzverträge. Was genau übergeben wird, steht im Angebot.
Wie lange dauert die Einführung eines Produktkonfigurators?
Die Dauer hängt vom Umfang ab: Ein Produkt mit wenigen Parametern ist schneller umgesetzt als ein Sortiment mit ERP-Anbindung. Plan2Fab legt den Zeitplan im Workshop fest und startet in der Regel mit einem Referenzprodukt im Modul Configure. Weitere Produktgruppen sowie Plan und Connect folgen, wenn der erste Datensatz im Alltag trägt.
Schildern Sie das Produkt, die Varianten und das System, in dem der Konfigurator stehen soll. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.
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