Open-Source-Produktkonfigurator

Ein Open-Source-Produktkonfigurator baut auf Software, deren Quellcode offenliegt und frei genutzt werden darf. Für Betriebe heißt das vor allem: Regeln, Preise und Daten gehören ihnen und nicht einer Plattform, die man mit dem Vertrag verliert. Plan2Fab von Hirnworx baut Konfiguratoren auf Medusa.js, einem Open-Source-Handelssystem unter MIT-Lizenz, und übergibt den umgesetzten Code an den Auftraggeber.

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Geöffneter Serverschrank mit Schlüssel und Werkzeugkasten.

Was ist ein Open-Source-Produktkonfigurator?

Ein Open-Source-Produktkonfigurator steht auf Software, deren Quellcode einsehbar ist und unter einer freien Lizenz genutzt, verändert und weitergegeben werden darf. Der praktische Unterschied zur Miete liegt beim Eigentum: Der Betrieb kann den Code lesen lassen, weiterentwickeln oder einem anderen Dienstleister geben. Bei einer gemieteten Plattform liegen Regeln und Preise dagegen beim Anbieter und enden mit dem Vertrag.

Wie teuer diese Bindung werden kann, zeigt sich meist erst beim Wechsel. Eine Preiserhöhung der Plattform, ein eingestelltes Produkt oder eine Übernahme des Anbieters zwingt dann zum Neuaufbau aller Regeln, Preise und Schnittstellen. Bei einem offenen Kern wechselt nur der Dienstleister, das Modell bleibt.

Open Source heißt nicht, dass ein fertiger Konfigurator für das eigene Produkt zum Herunterladen bereitliegt. Die Regeln eines Gitterrosts, einer Platte oder einer Leuchtreklame schreibt niemand in ein allgemeines Repository. Die offene Basis löst die Lizenzfrage, die Facharbeit am Produktmodell bleibt. Wie diese Arbeit beauftragt wird, beschreibt Konfigurator erstellen.

Open Source, SaaS oder Lizenzsoftware?

Konfigurator-Software wird in drei Modellen angeboten. Sie unterscheiden sich darin, wem die Regeln gehören, wie bezahlt wird und was bei einem Wechsel passiert.

Drei Lizenzmodelle für Produktkonfiguratoren
ModellRegeln und DatenKostenBei Wechsel
SaaS-PlattformBeim AnbieterMonatliche Miete, oft je NutzerRegeln werden neu aufgebaut
LizenzsoftwareBeim Betrieb, Code beim HerstellerLizenz plus WartungAbhängig vom Hersteller
Open Source mit ProjektBeim Betrieb, inklusive CodeFestpreis plus optionaler BetriebBetreiber wechselt, Regeln bleiben

Welche Rolle spielt Medusa.js?

Medusa.js ist ein Open-Source-Handelssystem auf Basis von Node.js und TypeScript, veröffentlicht unter MIT-Lizenz. Es verwaltet Produkte, Preise, Warenkorb, Bestellungen und Abläufe und ist headless gebaut, also ohne festes Frontend. Plan2Fab ergänzt die Regelmaschine für Konfigurationen und die Ausgaben für Angebot, Stückliste und Export.

Die Oberfläche kann ein eigener Shop mit Next.js sein, wie bei Printvertise. Sie kann auch entfallen, wenn Shopware oder Shopify das Schaufenster bleiben und Medusa.js nur im Hintergrund rechnet. In beiden Fällen liegen die Regeln an einer Stelle, die dem Betrieb gehört. Das Glossar erklärt Medusa.js und Headless Commerce in Kurzform.

Für Konfiguratoren zählen drei Eigenschaften von Medusa.js. Das Datenmodell lässt sich um eigene Felder und Module erweitern, ohne den Kern zu verändern. Abläufe wie Bestellung, Freigabe oder Export lassen sich als Workflows abbilden. Und alle Funktionen sind über Schnittstellen erreichbar, sodass Shop, Vertrieb und KI-Assistenten dieselben Regeln nutzen.

Symbolbild unbeschrifteter Druckprodukte und eines Roll-ups.

Was unterscheidet Plan2Fab von Apto.ONE?

Apto.ONE ist ein eigenständiger Open-Source-Produktkonfigurator eines anderen Anbieters mit eigener Geschichte und eigenem Funktionsumfang. Plan2Fab ist weder eine Variante noch ein Nachfolger davon. Der Unterschied liegt im Aufbau: Plan2Fab legt Konfigurator, Shop-Logik und Bestellung auf denselben Kern aus Medusa.js und führt die Daten weiter in Stückliste, Zeichnung und ERP.

Welches System passt, ist eine Frage der Umgebung. Wer einen eigenständigen Konfigurator neben einem bestehenden System sucht, sollte Apto evaluieren. Wer Shop, Konfiguration und Fertigungsdaten aus einem Kern will, findet bei Plan2Fab diesen Weg. Gemietete CPQ-Suiten sind eine dritte Option, beschrieben bei CPQ-Software für Hersteller.

Was wird bei der Übergabe ausgehändigt?

Übergeben werden der Quellcode des umgesetzten Projekts, die darin gespeicherten Daten wie Regeln, Preise und Konfigurationen sowie eine Beschreibung, wie Regeln gepflegt und Updates eingespielt werden. Nicht übergeben werden Lizenzen, die dem Betrieb nicht gehören: der Shopware- oder Shopify-Vertrag, Schriftlizenzen, ein ERP-Zugang oder Zahlungsanbieter. Diese Grenze steht ausdrücklich im Angebot.

Übergabe heißt nicht, dass der Betrieb ab dem ersten Tag eine eigene Entwicklung braucht. Der Code kann beim Betrieb liegen, während Hirnworx Hosting und Updates übernimmt. Eigentum ist dann die Möglichkeit zu wechseln, nicht die Pflicht, selbst zu betreiben. Die Pauschale für Hosting, Updates und Support ist das Modul Betrieb und unabhängig vom Eigentum kündbar.

Welches Projekt läuft auf diesem Kern?

Printvertise ist der Onlineshop der Runourcode GmbH in Langenzenn für konfigurierbare Werbetechnik. Er läuft headless auf Medusa.js mit einer Storefront auf Next.js. Über 400 Artikel lassen sich konfigurieren, der Preis folgt Maß, Material und Stückzahl, Druckdaten werden auf der Produktseite, im Warenkorb oder in der Kasse hochgeladen, und der Kauf funktioniert auch als Gast.

FeNau zeigt die andere Variante: Shopware 6 bleibt der Shop, der Konfigurator hängt sich in die Bestellstrecke. Offen muss dann nicht der ganze Shop sein, sondern der Teil, der die Regeln enthält. Beide Projekte hat Hirnworx umgesetzt. Die Einordnung steht bei Printvertise und in der Referenzübersicht.

Zwei Shop-Einstiege und die Übergabe an ERP und Fertigung.

Was sollten Sie vor dem Vertrag prüfen?

Vor der Entscheidung für einen offenen oder gemieteten Konfigurator lohnt sich eine Prüfung in fünf Punkten. Sie gilt für jeden Anbieter, auch für Plan2Fab.

  1. LesbarkeitKann ein anderer Dienstleister den Code in einem Jahr lesen und fortsetzen?
  2. PreisformelWo liegt die Preislogik, und lässt sie sich exportieren?
  3. KonfigurationenGibt es einen Export aller gespeicherten Konfigurationen und Bestellungen?
  4. Geschlossene TeileWelche Bausteine sind bewusst nicht offen, etwa Zahlung, Suche oder ERP?
  5. PflegeWer spielt Updates ein und reagiert auf Sicherheitsmeldungen?
Serverschrank, über ein oranges Kabel mit einem Lagerregal verbunden.

Was kostet Open Source wirklich?

Open Source spart die Plattformmiete und kostet Pflege. Die Basis ist frei, die Arbeit an Regeln, Oberfläche und Schnittstellen ist das Projekt, für das Plan2Fab nach dem Workshop einen Festpreis nennt. Hosting, Updates und Support kommen als Pauschale dazu oder werden selbst getragen. Wenn niemand Updates einspielt, ist ein offenes System nur ein anderes Risiko.

Plan2Fab verspricht keine kostenlose Software und betreut keine fremden Open-Source-Repositorys auf Zuruf. Übergeben werden Plan2Fab-Projekte, gebaut und dokumentiert für den Auftraggeber. Wie Sie Anbieter insgesamt vergleichen, beschreibt Konfigurator-Software auswählen. Wer hinter Plan2Fab steht, erklärt Über Plan2Fab.

Welche Fragen bleiben vor dem Gespräch?

Gibt es einen kostenlosen Open-Source-Produktkonfigurator?

Es gibt Open-Source-Software, die ohne Lizenzgebühr nutzbar ist, etwa Handelssysteme wie Medusa.js oder eigenständige Konfigurator-Projekte. Ein fertiger Konfigurator für ein bestimmtes Produkt entsteht daraus aber nicht von selbst. Regeln, Preisformeln, Oberfläche und Schnittstellen sind Facharbeit. Kostenlos ist die Lizenz, nicht das Projekt.

Ist Plan2Fab dasselbe wie Apto.ONE?

Nein. Apto.ONE ist ein eigenständiger Open-Source-Produktkonfigurator eines anderen Anbieters. Plan2Fab ist die Konfigurator-Produktlinie von Hirnworx und baut auf Medusa.js, mit Shop, Regelwerk und Übergabe in die Fertigung. Plan2Fab setzt Apto nicht als Unterbau ein. Welches System passt, hängt von Shop, Fertigungsdaten und Betrieb ab.

Bekommen wir den Quellcode?

Ja. Code und Daten eines umgesetzten Plan2Fab-Projekts gehören dem Auftraggeber, einschließlich Regeln und Preisformeln. Was genau übergeben wird, steht im Angebot. Ausgenommen sind Lizenzen von Drittsystemen wie Shopware, Shopify, Zahlungsanbietern oder einem ERP, die eigene Verträge haben. Diese Grenze steht ausdrücklich im Angebot.

Können wir den Betrieb selbst übernehmen?

Ja. Hosting, Updates und Support können Sie selbst tragen, an einen anderen Dienstleister geben oder als monatliche Pauschale bei Hirnworx belassen. Eigentum am Code und Betrieb sind zwei getrennte Verträge. Wer den Code besitzt, kann den Betreiber wechseln, ohne Regeln und Preise neu zu kaufen.

Ist Open Source sicher genug für einen Shop?

Offener Code ist nicht von selbst sicherer oder unsicherer als geschlossener. Entscheidend sind regelmäßige Updates, getestete Abhängigkeiten und ein verantwortlicher Betreiber. Medusa.js wird öffentlich entwickelt und gepflegt. Bei Plan2Fab sind Updates und Sicherheitspflege Teil des Moduls Betrieb oder werden bei Eigenbetrieb übergeben.

Unter welcher Lizenz steht Medusa.js?

Medusa.js wird unter der MIT-Lizenz veröffentlicht, einer der freizügigsten Open-Source-Lizenzen. Sie erlaubt Nutzung, Veränderung und kommerziellen Einsatz ohne Lizenzgebühr, solange der Lizenzhinweis erhalten bleibt. Für Betriebe heißt das: Auf der Basis eines Plan2Fab-Konfigurators liegt keine laufende Softwaremiete.

Was ist der Unterschied zwischen Open Source und Headless?

Open Source beschreibt die Lizenz: Der Quellcode ist offen und frei nutzbar. Headless beschreibt die Architektur: Shop-Logik und Oberfläche sind getrennt und über Schnittstellen verbunden. Medusa.js ist beides. Dadurch kann derselbe Kern einen eigenen Shop, eine Shopware-Einbettung oder einen Web-Konfigurator ohne Shop versorgen.

Schildern Sie das Produkt, die Varianten und das System, in dem der Konfigurator stehen soll. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.

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