Glossar zum Produktkonfigurator
Dieses Glossar erklärt die Begriffe, die in Gesprächen über Produktkonfiguratoren immer wieder fallen, von CPQ über Regelwerk und Maximalstückliste bis DXF und Headless Commerce. Jede Erklärung ist kurz, für sich lesbar und verweist auf die Seite, die das Thema ausführlich behandelt. Jeder Begriff hat eine eigene Adresse, auf die sich verlinken lässt.

Begriffe rund um den Konfigurator

- Produktkonfigurator
- Software, in der ein Kunde oder Vertriebsmitarbeiter ein Produkt aus Maßen, Material und Optionen zusammenstellt. Ein Regelwerk sperrt unzulässige Kombinationen, der Preis entsteht aus denselben Werten. Ausführlich auf der Seite Produktkonfigurator.
- Parametrischer Konfigurator
- Konfigurator, der mit kontinuierlichen Werten wie Breite und Höhe in Millimetern arbeitet, statt aus festen Varianten zu wählen. Grenzen und Abhängigkeiten beschreiben den zulässigen Raum, die konkrete Variante entsteht erst bei der Bestellung. Mehr unter parametrischer Konfigurator.
- Regelwerk
- Die Gesamtheit der Bedingungen, die ein Konfigurator prüft: Grenzmaße, verbotene Kombinationen, Abhängigkeiten zwischen Werten und Preisformeln. Das Regelwerk ist das eigentliche Firmenwissen im Konfigurator. Bei Plan2Fab liegt es als versionierter Code im Kern und gehört dem Betrieb.
- Constraint
- Englisch für Einschränkung. Eine Bedingung, die eine Eingabe erfüllen muss, etwa der Mindestabstand einer Bohrung zur Kante oder die Höchstbreite je Material. Constraint-basierte Konfiguratoren prüfen alle Bedingungen gemeinsam und lassen nur Werte zu, die mit allen übrigen vereinbar sind.
- Variantenkonfigurator
- Konfigurator, der Varianten eines Produkts aus Regeln erzeugt, statt sie aus einer Liste zu wählen. Der Begriff steht oft für Lösungen im Vertrieb und im Shop, im Unterschied zur Variantenkonfiguration im ERP. Ausführlich unter Variantenmanagement.
- 3D-Konfigurator
- Konfigurator mit räumlicher Vorschau, in der sich das Modell mit jeder Eingabe ändert. Sinnvoll, wenn Tiefe, Licht oder Aufbau die Entscheidung tragen, etwa bei Leuchtreklame. Die Vorschau ist Darstellung, das Regelwerk bleibt dasselbe. Mehr unter 3D-Konfigurator.
- 2D-Konfigurator
- Konfigurator, dessen Vorschau eine bemaßte Zeichnung ist: Draufsicht mit Maßketten, bei Bedarf weitere Ansichten. Geeignet für flache Teile wie Platten, Bleche und Gitterroste. Aus derselben Eingabe entstehen PDF-Datenblatt und auf Wunsch DXF. Mehr unter 2D-Konfigurator.
- Web-Konfigurator
- Konfigurator, der im Browser auf der Website eines Betriebs läuft, auch ohne Onlineshop. Der Abschluss ist oft eine Anfrage oder ein Angebot statt eines Warenkorbs. Mehr unter Web-Konfigurator.
- Konfigurator-Plugin
- Erweiterung für ein Shopsystem, die feste Optionen, Aufpreise und Sets an einen Artikel hängt. Für wenige Varianten ohne Abhängigkeiten ist ein Plugin oft die günstigste Lösung. Freie Maße, gesperrte Kombinationen und Fertigungsdaten deckt es meist nicht ab. Die Abwägung zwischen Plugin, Plattform und eigenem Kern steht im Vergleich.
Begriffe aus Vertrieb und Angebot

- CPQ
- Abkürzung für configure, price, quote, also konfigurieren, bepreisen, anbieten. Bezeichnet Software, die aus einer Konfiguration einen Preis und ein Angebot erzeugt. Viele CPQ-Produkte enden beim Angebot im CRM. Für Hersteller beschreibt die Seite CPQ-Software, wie der Datensatz bis in die Fertigung reicht.
- Angebotskonfigurator
- Konfigurator, dessen Ergebnis ein vollständiges Angebot mit PDF ist und nicht zwingend ein Warenkorb. Er ersetzt Kalkulationstabelle und Angebotsvorlage für Maßprodukte. Mehr unter Angebotskonfigurator.
- Live-Preis
- Preis, der sich während der Konfiguration mit jeder Eingabe neu berechnet. Er entsteht aus derselben Formel wie später im Angebot, damit Kunde und Vertrieb keine abweichenden Zahlen sehen. Ob der Live-Preis verbindlich ist oder als Richtpreis gilt, legt der Betrieb fest.
- Lead
- Anfrage eines möglichen Kunden mit Kontaktdaten. Aus einem Konfigurator ist ein Lead mehr als eine Nachricht: er enthält alle gesetzten Parameter, den berechneten Preis und oft ein PDF. Bavarian Signs nutzt diesen Abschluss statt eines Warenkorbs.
- Konfigurationskennung
- Eindeutige Nummer oder Link, unter der ein Konfigurationsstand gespeichert ist. Kunde und Vertrieb öffnen damit dieselbe Konfiguration, ändern sie und machen daraus ein Angebot oder einen Auftrag. Die Kennung läuft bis in Arbeitsvorbereitung und Werkstatt mit, damit niemand Maße erneut abtippt.
- Staffelpreis
- Preis, der sich ab bestimmten Mengen, Flächen oder Kundengruppen ändert. Im Konfigurator ist die Staffel eine Regel wie jede andere und greift automatisch, sobald die Bedingung erfüllt ist. Typisch in Werbetechnik und Zuschnitt.
- Festpreis in Etappen
- Abrechnungsform, bei der ein Projekt in nutzbare Abschnitte geteilt wird, jeder mit eigenem Festpreis. Die nächste Etappe beginnt erst, wenn die vorige im Alltag trägt. So arbeitet Plan2Fab, beschrieben unter Was kostet ein Produktkonfigurator.
Begriffe aus Fertigung und Daten

- Stückliste
- Liste aller Teile, Materialien und Mengen, aus denen ein Produkt besteht, englisch Bill of Materials oder BOM. Ein Konfigurator kann sie aus den Parametern erzeugen, damit die Arbeitsvorbereitung sie nicht von Hand anlegt. In Plan2Fab übernimmt das das Modul Plan.
- Maximalstückliste
- Stückliste, die alle Teile enthält, die in irgendeiner Variante eines Produkts vorkommen können. Für jede Bestellung wählen Regeln die passenden Positionen aus. Das Verfahren ist in ERP-Systemen verbreitet und passt gut zu Baugruppen aus festen Teilen.
- DXF
- Austauschformat für zweidimensionale Zeichnungen, das viele CAM-Programme für Laser, Fräse oder Stanze einlesen. Ein DXF aus dem Konfigurator braucht geschlossene Konturen, die richtige Einheit und die Ebenen, die das Programm erwartet. Mehr unter 2D-Konfigurator.
- CAM
- Computer Aided Manufacturing, also die Software, die aus einer Geometrie Maschinenbefehle macht. Sie wählt Werkzeuge, Anfahrwege und Schnittreihenfolge. Ein Konfigurator liefert die Geometrie, das CAM bleibt für die Bearbeitung zuständig.
- Nesting
- Anordnung mehrerer Zuschnittteile auf einer Rohplatte oder Blechtafel, sodass möglichst wenig Verschnitt bleibt. Das Nesting übernimmt meist die CAM- oder Zuschnittsoftware der Fertigung. Ein Konfigurator liefert dafür Teilemaße, Material und Stückzahl. Mehr unter Konfigurator für Plattenzuschnitt.
- Arbeitsvorbereitung
- Abteilung oder Aufgabe, die einen Auftrag fertigungsreif macht: Zeichnung prüfen, Stückliste und Arbeitsplan anlegen, Material disponieren. Ein Konfigurator entlastet sie, wenn er geprüfte Daten liefert statt einer Mail mit Maßen.
- ERP
- Enterprise Resource Planning, das zentrale System für Aufträge, Material, Lager und Rechnungen. Ein Konfigurator kann Aufträge mit allen Parametern dorthin übergeben. Bei Plan2Fab ist das Aufgabe des Moduls Connect und wird im Workshop am konkreten System festgelegt.
- Variantenmanagement
- Alle Maßnahmen, mit denen ein Betrieb Produktvielfalt planbar hält: Baukästen, Regeln, Stammdaten und eindeutige Aufträge. Ziel ist, Varianten richtig zu verkaufen und zu fertigen, ohne jede vorher als Artikel anzulegen. Mehr unter Variantenmanagement.
Begriffe aus Shop und Technik

- Headless Commerce
- Aufbau, bei dem Shop-Logik und Oberfläche getrennt sind. Der Kern verwaltet Produkte, Preise und Bestellungen, die Oberfläche holt sie über Schnittstellen. So lässt sich ein Konfigurator frei gestalten und in mehrere Kanäle einbinden.
- Medusa.js
- Open-Source-Plattform für Headless Commerce auf Basis von Node.js. Plan2Fab nutzt Medusa.js als Kern für Regeln, Preise und Bestellungen. Code und Daten können vollständig beim Betrieb liegen. Mehr unter Open-Source-Produktkonfigurator.
- Shopware 6
- Verbreitetes Shopsystem aus Deutschland. Ein Konfigurator kann als eigener Kern neben Shopware laufen und die Maßposition in den Warenkorb legen, während Katalog und Checkout bleiben. Mehr unter Shopware-Konfigurator.
- Shopify
- Gehostetes Shopsystem mit App-Ökosystem. Für einfache Optionen reichen Apps, für freie Maße mit Regeln kann ein eigener Kern die Position samt Parametern in den Shopify-Warenkorb übergeben. Mehr unter Shopify-Konfigurator.
- Strukturierte Daten
- Maschinenlesbare Angaben im Quelltext einer Seite, meist nach schema.org, etwa zu Organisation, Artikel, Fragen und Antworten. Sie helfen Suchmaschinen und Sprachmodellen, Inhalte richtig zuzuordnen. Diese Website nutzt sie auf jeder Themenseite.
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz
- Gesetz, das seit Ende Juni 2025 von vielen Anbietern digitaler Dienste für Verbraucher Barrierefreiheit verlangt, darunter Onlineshops. Für Konfiguratoren heißt das: beschriftete Felder, verständliche Fehlermeldungen und Bedienung per Tastatur. Ob Ihr Betrieb betroffen ist, hängt an Kundengruppe und Unternehmensgröße. Mehr unter Web-Konfigurator.
Welche Fragen bleiben vor dem Gespräch?
Was ist der Unterschied zwischen Produktkonfigurator und CPQ?
Ein Produktkonfigurator stellt ein Produkt regelkonform zusammen. CPQ beschreibt den Ablauf von der Konfiguration über den Preis bis zum Angebot. In der Praxis überschneiden sich beide stark. CPQ-Software kommt meist aus dem Vertrieb und dem CRM, ein Produktkonfigurator oft aus Shop und Fertigung. Plan2Fab verbindet beide Seiten über einen Datensatz.
Warum steht hier DXF und nicht STEP?
Weil viele Konfiguratoren für flache Teile eine zweidimensionale Kontur an Laser, Fräse oder Stanze übergeben, und dafür ist DXF verbreitet. Für dreidimensionale Bauteile können andere Formate wie STEP nötig sein. Welches Format Ihre Fertigung braucht, klären wir im Workshop, statt eines für alle Fälle festzulegen.
Fehlt ein Begriff?
Dann schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder per Mail an info@hirnworx.de. Das Glossar wächst mit den Fragen, die in Gesprächen tatsächlich gestellt werden. Neue Begriffe nehmen wir auf, wenn sie für Betriebe mit Maßanfertigung eine Rolle spielen und wir sie ehrlich erklären können.
Schildern Sie das Produkt, die Varianten und das System, in dem der Konfigurator stehen soll. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.
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