Produktkonfigurator für den Maschinenbau
Ein Produktkonfigurator im Maschinenbau bildet den zulässigen Variantenraum einer Maschine oder Baugruppe ab: welche Merkmale sich kombinieren lassen, welche einander ausschließen und welche Stückliste daraus folgt. Vertrieb, Händler oder Kunden wählen nur, was die Konstruktion freigegeben hat, und erhalten Angebot und Stückliste aus derselben Auswahl. Plan2Fab von Hirnworx baut solche Konfiguratoren für Baureihen mit klarem Baukasten.

Was leistet ein Konfigurator im Maschinenbau?
Maschinen und Baugruppen haben Merkmale, die sich gegenseitig bedingen: eine Antriebsleistung nur mit einem bestimmten Rahmen, eine Option nur bis zu einer Baulänge, eine Ausführung nur für einen Markt mit passender Norm. In einer Tabelle verliert man den Überblick, sobald sich die Merkmale multiplizieren. Ein Produktkonfigurator hält die erlaubten Kombinationen fest und erzeugt Angebot und Stückliste aus der Auswahl.
Damit liegt er nahe an CPQ, also Configure, Price, Quote. Viele Maschinenbauer starten aber nicht mit einer Konzernsuite, sondern mit einem beschreibbaren Variantenraum und einem Vertrieb, der heute in Word und Excel rechnet. Für diesen Einstieg ist Plan2Fab gedacht, nicht als Ersatz für ein laufendes SAP-CPQ. Die Abgrenzung beschreibt CPQ-Software für Hersteller, die Stücklistenlogik Variantenmanagement.

Welcher Variantenraum eignet sich?
Geeignet ist ein Variantenraum, in dem sich Maschinen aus einem stabilen Baukasten ergeben und die Konstruktion die Grenzen kennt. Typisch sind Baureihen mit wählbaren Längen, Leistungen, Antrieben, Steuerungen und Zubehör. Der Vertrieb muss diese Grenzen dann nicht im Kopf haben, Händler sehen dieselbe Auswahl wie der Innendienst, und die Stückliste der gewählten Maschine wird nicht neu abgetippt.
Ungeeignet ist ein Raum, in dem jede Anfrage die Konstruktion verändert. Sondermaschinen ohne wiederkehrende Parameter bleiben Projekte. Ein Konfigurator, der alles wählbar erscheinen lässt, erzeugt Angebote, die die Werkstatt nicht bauen kann. Ein enger, korrekter Raum ist mehr wert als ein breiter, falscher. Wo diese Grenze liegt, ist das wichtigste Ergebnis des Workshops.
Welche Ausgabe braucht der Maschinenbau?
Die Ausgabe bestimmt den Aufwand stärker als die Oberfläche. Eine Merkmalsliste mit Preis ist schnell gebaut, ein automatisch erzeugtes CAD-Modell ist ein eigenes Projekt.
| Ausgabe | Wofür | Aufwand |
|---|---|---|
| Merkmalsliste mit Preis | Angebot und Vertriebsgespräch | Gering |
| Angebots-PDF mit Ansicht | Kunde und Händler | Gering bis mittel |
| Stückliste aus bekannten Positionen | Arbeitsvorbereitung und ERP | Mittel |
| DXF für Blech- oder Zuschnittteile | Laser, Stanze, Säge | Mittel |
| Neues CAD-Modell je Auftrag | Konstruktion und Fertigung | Hoch, eigene Modellpflege |
Wie hängen Konfigurator, ERP und CAD zusammen?
Der Konfigurator ist die Stelle, an der ausgewählt und geprüft wird. Das ERP führt Artikelstamm, Stückliste und Auftrag. Das CAD-System hält die Modelle. In einem schlanken Aufbau liest der Konfigurator Stücklistenpositionen, die das ERP schon kennt, und schreibt den Auftrag über das Modul Connect zurück. Das CAD bleibt unberührt, solange keine neue Geometrie entsteht.
Die parametrische Logik ist dieselbe wie bei einer Platte: Werte, Formeln, Sperren. Nur die Ausgabe ist schwerer. Eine DXF für ein Zuschnittteil und eine Baugruppe im CAD sind verwandt, aber nicht gleich aufwendig. Wer nur das Angebot braucht, bezahlt keine Modellpflege. Wer beides braucht, beauftragt beides in getrennten Modulen.
Für die Stückliste hat sich im Maschinenbau die Maximalstückliste bewährt: Sie enthält alle Positionen, die in irgendeiner Ausführung vorkommen können, und der Konfigurator wählt per Regel aus, welche davon für die konkrete Maschine gelten. So bleibt der Artikelstamm im ERP stabil, auch wenn die Zahl der möglichen Ausführungen sehr groß ist.

Wie wird ein erstes Projekt geschnitten?
Ein erstes Projekt umfasst eine Baureihe, nicht das ganze Werk. Hinein gehören die Merkmale, die heute im Angebot stehen, die Sperren, die die Konstruktion bereits ausspricht, und die Stückliste, die das ERP schon kennt. Daraus entsteht das Modul Configure, meist mit einem Angebots-PDF für den Vertrieb. Händlerportal, CAD-Anbindung und ERP-Rückschreibung folgen als eigene Module, wenn der erste Raum im Alltag trägt.
Der Ablauf entspricht Konfigurator erstellen. Der Unterschied liegt in der Beteiligung der Konstruktion: Ohne sie werden Regeln geraten, mit ihr werden sie freigegeben. Das Erstgespräch zeigt, ob diese Freigabe in Reichweite ist. Weitere Branchen mit ähnlicher Logik stehen in der Branchenübersicht.

Was lässt sich aus anderen Branchen übertragen?
Übertragbar ist die Mechanik, nicht das Produkt. Der Gitterrost-Konfigurator von FeNau zeigt Regeln mit Statikprüfung, Zeichnung und Preis aus einer Eingabe. Der 3D-Konfigurator von Bavarian Signs zeigt Ansicht, Preis und Angebot als vorbereitete Anfrage. Beide Projekte sind keine Maschinen, belegen aber, dass Plan2Fab Variantenräume mit Regeln und Ausgaben umsetzt. Die Projekte stehen unter Referenzen.
Plan2Fab liefert keine CAD-Suite und keinen SAP-Variantenkonfigurator. Wer ein funktionierendes CPQ im Konzern hat, sollte es behalten. Öffentliche Zahlen zu eingesparten Konstruktionsstunden gibt es nicht, und Plan2Fab erfindet keine. Wer seine eigenen Angebots- und Konstruktionszeiten kennt, kann den Nutzen damit selbst rechnen, wie bei Was kostet ein Produktkonfigurator beschrieben.
Welche Fragen bleiben vor dem Gespräch?
Ersetzt ein Produktkonfigurator die Konstruktion?
Nein. Der Konfigurator automatisiert den Variantenraum, den die Konstruktion vorher beschrieben und freigegeben hat. Anfragen außerhalb dieser Regeln bleiben Konstruktionsaufträge. Der Gewinn liegt darin, dass Standardausführungen ohne Konstrukteur angeboten werden und die Konstruktion mehr Zeit für echte Sonderlösungen hat. Die Freigabe der Grenzen bleibt bei der Konstruktion.
Ist ein Produktkonfigurator dasselbe wie ein ERP-Variantenmodul?
Nicht ganz. Ein Variantenmodul im ERP unterstützt den Innendienst bei der Stückliste. Ein Produktkonfigurator kann zusätzlich Händlern und Kunden offenstehen, ein Angebots-PDF erzeugen und eine eigene Oberfläche haben. Beide lassen sich verbinden: Der Konfigurator übergibt die Auswahl an das ERP, sobald das Zielsystem im Workshop benannt ist.
Braucht ein Konfigurator im Maschinenbau CAD-Automation?
Nur wenn aus jeder Konfiguration ein neues Modell oder eine neue Zeichnung entstehen muss. Viele Baureihen brauchen lediglich eine geprüfte Merkmalsliste, einen Preis und eine Stückliste aus bekannten Positionen. CAD-Automation ist ein eigener, größerer Umfang, weil Modelle gepflegt und Ausgaben geprüft werden müssen.
Für welche Maschinenbauer lohnt sich ein Konfigurator nicht?
Für Betriebe, deren Maschinen durchweg Unikate ohne wiederkehrende Merkmale sind. Dort gibt es keinen Variantenraum, den Regeln beschreiben könnten. Der Workshop endet dann ehrlich ohne Konfigurator-Angebot. Ein Konfigurator, der Angebote für Maschinen erzeugt, die niemand bauen kann, wäre schlimmer als keiner.
Was ist ein Vertriebskonfigurator im Maschinenbau?
Ein Vertriebskonfigurator ist ein Produktkonfigurator, den Vertrieb und Händler nutzen, um Maschinen aus freigegebenen Merkmalen zusammenzustellen und direkt ein Angebot zu erzeugen. Er kennt die Regeln der Konstruktion, ohne dass der Vertrieb sie auswendig wissen muss. Ergänzt um Stückliste und ERP-Übergabe wird daraus CPQ für Hersteller.
Schildern Sie das Produkt, die Varianten und das System, in dem der Konfigurator stehen soll. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.
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